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Richard Laymon

Licht aus!

  • Autor:Richard Laymon
  • Titel: Licht aus!
  • Serie:
  • Genre:Horror
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Festa
  • Datum:25 Mai 2012
  • Preis:12,80 EUR

 
»Licht aus!« von Richard Laymon


Besprochen von:
 
harakiri
Deine Wertung:
(4.5)

 
 
Zwei Handlungen laufen hier parallel ab: Die Entstehung von Snuff-Movies und die Geschichte von Connie, die sich von ihrem Freund Dal trennt als sie Pete kennenlernt.
Brit erkennt im Kino in einem Horrorvideo ihre Freundin Tina wieder. Doch der Mord wirkt so echt und deshalb beginnt sie mit Nachforschungen. Bei ihrer Suche trifft sie auf Freya, die erst freundlich wirkt, dann aber ihr wahres Gesicht zeigt.
Connie scheint mit Dal glücklich, doch dieser lernt Elisabeth kennen und wird ihr hörig. Connie trennt sich von Dal, weil sie merkt, dass sie ihn nicht liebt und sich lieber mit Pete trifft. Doch das gefällt Dal gar nicht und er entwickelt mit Elisabeth einen bösen Plan…

Zuerst scheinen die beiden Handlungen nichts miteinander zu tun zu haben, abwechselnd erzählt Richard Laymon von Connie und der Bande um Freya, die als Lockvogel für junge Frauen fungiert, die wir später in den Snuffmovieszenen wieder finden. Diese sind detailgetreu geschildert und so manches Mal denkt man, wie gut, dass ich den Film nicht sehen muss. Richard Laymon gelingt es wieder einmal außerordentlich gut des Lesers Kopfkino einzuschalten. Dabei wiegt er ihn im einen Kapitel in Sicherheit und erzählt Profanes, nur um dann gleich das nächste Movie in unsere Köpfe zu pflanzen und uns den Atem zu nehmen. Denn jeder weiß: solche Filme gibt es wirklich!

Kuriose Einfälle wie zum Beispiel, dass Elisabeth‘ Ehemann immer bei ihren Bettszenen mit Dal zuschauen muss oder dass eine Leiche scheinbar wieder auftaucht – so was kann nur Herrn Laymon einfallen.

Dadurch, dass Connie taub ist wächst sie uns noch mehr ans Herz und wir bangen am Ende mit einer sympatischen Hauptdarstellerin mit – bis das Blatt sich wendet. Das Ende ist kurios, aber wohlverdient.

Die Kapitel sind kurz und die Kapitelzahlen in einen Filmstreifen eingedruckt was das Buch passend illustriert und zu einem perfekten Buch abrundet.
In seinen Büchern lebt Richard Laymon, der 2001 gestorben ist, für seine treuen Leser und Fans weiter.

Fazit: Wieder einmal ein Beweis, dass keiner so schreibt wie Richard Laymon. Fesselnd, spannend, mit einer Prise Humor und einem zwinkernden Auge. Allerdings sollte man schon die kranke Fantasie von ihm abkönnen und mit Gewalt und sadistischen Personen in Büchern leben können.
 
 
 


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