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Dean Koontz

Frankenstein 1
Das Gesicht

  • Autor:Dean Koontz
  • Titel: Das Gesicht
  • Serie:Frankenstein 1
  • Genre:Horror
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Heyne Verlag
  • Datum:02 Mai 2006
  • Preis:7,95 EUR

 
»Das Gesicht« (Frankenstein 1) von Dean Koontz


Besprochen von:
 
Lanara
Deine Wertung:
(3.5)

 
 
Die Detectives Carson O’Connor und Michael Maddison ermitteln in einer seltsamen Mordserie. Junge Frauen werden ermordet aufgefunden, ihnen fehlen Körperteile wie Hände, Füße oder die Augen. Alle Frauen wurden betäubt und mussten somit nicht leiden. Und plötzlich tauchen männliche Tote auf, ihnen fehlen Organe. Die beiden stehen vor einem Rätsel, denn die Toten haben nichts gemeinsam, was auf einen Täter hinweisen könnte. Eines Tages begegnet Carson einem Mann namens Deucalion. Einem Mann? Er ist groß und missgestaltet – eine Gesichtshälfte ist völlig zerstört und mit Tätowierungen bedeckt. Er behauptet, vor über 200 Jahren von Victor Frankenstein erschaffen worden zu sein und auch, dass Victor noch immer lebt. Und das eines seiner Geschöpfe für die Morde verantwortlich ist. Sie zweifelt an sich selbst und erst recht an Deucalion. Doch als dieser ihr seine fast schon übernatürlichen Fähigkeiten beweist, beginnt sie, ihm Glauben zu schenken.

In diesem ersten Teil der Reihe lernt der Leser einige unterschiedliche Charaktere kennen. Eigentlich ist das eher untypisch für Koontz, der ein Buch sonst eher rasant beginnt und die Protagonisten nicht so eingehend beschreibt. Deucalion ist über 200 Jahre alt, erschaffen von Victor Frankenstein aus Teilen von Mördern. Er wurde verfolgt und vertrieben und als Monster gefürchtet, bis er irgendwann in einem tibetischen Kloster Zuflucht fand. Victor Helios ist ein erfolgreicher Mann der Öffentlichkeit. Immer jung wirkend mit einer jungen schönen Frau, verbirgt er ein schreckliches Geheimnis: Auch er ist weit über 200 Jahre alt, seine Frau Erika ist schon die vierte Frau: Künstlich, darauf programmiert, demütig und ihm stets zu Willen zu sein und nach außen als perfekte Ehefrau zu wirken. Doch Erika altert nur vermeintlich nicht; hatte eine Erika einen Makel, wurde sie durch eine neue Version ersetzt. Auch andere Lebewesen hat Victor erschaffen und sie unauffällig in Politik, Polizei und die Kirche eingeschleust. Roy Pribeaux dagegen ist ein Mensch, jung, reich und mit zu viel Zeit. Die er darauf verwendet, sich gesünder und schöner zu machen mittels Vitaminpillchen, gesunder Ernährung und Sport. Er ist auf der Suche nach der perfekten Frau – die wird ihm über den Weg laufen, sobald er die perfekten „Bauteile“ von anderen Frauen zusammen gesammelt hat.

Wie üblich kann man Dean Koontz Romane nicht einem eindeutigen Genre zuteilen. Frankenstein geht eigentlich schon in Richtung Thriller, wären da nicht die eher als Science Fiction anmutenden Abschnitte in „Frankensteins“ Firma und seine von ihm produzierte „neue Rasse“, mit der er die Welt verbessern möchte. Mir persönlich hat bei diesem Buch allerdings die Spannung und auch der Horror gefehlt, da einfach nicht allzuviel passierte. Dies ist wahrscheinlich der Tatsache geschuldet, dass „Das Gesicht“ als Beginn der Reihe geschrieben wurde und hier somit der Schwerpunkt auf die unterschiedlichen Personen gelegt wurde. Leider wurde das Buch damit eher langweilig. Trotzdem bin ich neugierig, wie die Serie weiter geht und ob die Spannung in den folgenden Teilen steigt.

Dean Koontz erklärt in seinem Vorwort, dass die Frankenstein-Trilogie ursprünglich als Drehbuch für eine Fernsehserie gedacht war. Als die Verantwortlichen des Senders immer mehr Änderungen forderten, nahm er davon Abstand. Inzwischen wurde aus der geplanten Trilogie schon ein Fünfteiler. Der 5. Teil wird in Deutschland voraussichtlich 2013 veröffent-licht.
 
 
 


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