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Winterer, Andreas

Cosmo Pollite

  • Autor:Winterer, Andreas
  • Titel: Cosmo Pollite
  • Serie:
  • Genre:SF
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Schwarten
  • Datum:00 -
  • Preis:12.50 EUR

 
»Cosmo Pollite« von Winterer, Andreas


Besprochen von:
 
Carsten Kuhr
Deine Wertung:
(2.5)

 
 
Von Vielen unbemerkt erschien bereits im Jahr 2000 die Printversion des Auftaktbandes einer lose zusammenhängenden SF-Trilogie im Schwarten Verlag.

Das kleine Taschenbuch ist, damit´s auch wirklich jeder vor Beginn der Lektüre merkt mit „Satire“ überschrieben. Nun, spätestens auf der zweiten Seite hätte das auch wirklich der Langsamste mitbekommen. Gerade in unserer Gegend ist der Umgang mit SF ein wenig arg typisch Deutsch und damit bierernst - Andreas Winterer beweist uns, dass man auch und gerade SF durch den Kakao ziehen kann.

Es gibt Stellen zum Schmunzeln, Situationen, deren Skurrilität uns erst später bewusst wird, ebenso wie Pointen zum laut loslachen. Jean Luc „auch ein Glas Tee“ Piccard und William T „Feuer eröffnen“ Kirk lassen genauso grüssen, wie Lady Vadrine. Um was also geht es, mal abgesehen davor, dass der Leser zusammen mit dem Autor einfach Spass am Nonsens hat?

Cosmo Pollite, erfolgloser Autor und Philosoph, sein Freund, der Geldkartenfälscher und Söldner Mark sowie die liebreizende Archäologin Natascha setzten sich auf die Spur des sagenumwobenen Rings der Haluten. Verfolgt von allem Gesindel der Galaxis verschlägt es sie u.a. auf einen Glücksspielplaneten, dessen Neonreklamen die Energie eines kleinen weissen Zwerges aufbrauchen. Sie werden in Aufstände verwickelt, von Lasergeschützbänken eingedeckt, verfolgt, gefangengenommen - eben alles so, wie der erfahrene Leser es von einer rasanten Space Opera gewohnt ist - und doch so ganz erfrischend anders. Immer wieder entdeckt man sowohl subtile als auch hammermässige Anspielungen auf unsere Lieblinge von TV, Kino und Buchseiten, hindern uns die beigegebenen Fussnoten am weiterlesen, da es zunächst einmal gilt die vom Lachen feuchten Augen wieder frei zu bekommen - ein sinnloses Unterfangen, da der nächste Gag bereits „Giga-Laserblaster bei Fuss“ steht.
Wer nichts für Verulkung von SF übrig hat, der lasse die Hände vor diesem Buch. Wer aber über die Situationen und über sich selbst lachen kann, der wird hier bestens bedient.
Gegenwärtig wird gerade der zweite Band unter dem Titel SCOTT BRADLEY zur Print-Veröffentlichung vorbereitet. Wer nicht warten will oder kann, dem sei unter http://buch.scottbradley.de/ die online-Version wärmstens ans Herz gelegt.
 
 
 


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