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William Horwood

Hyddenworld: Der Frühling

  • Autor:William Horwood
  • Titel: Hyddenworld: Der Frühling
  • Serie:
  • Genre:Fantasy
  • Einband:Hardcover
  • Verlag:Klett-Cotta
  • Datum:01 Februar 2012
  • Preis:22,95 EUR

 
»Hyddenworld: Der Frühling« von William Horwood


Besprochen von:
 
Mystera
Deine Wertung:
(2)

 
 
Der kleine Jack ist ein Riesengeborener im Volk der Hydden und wird zu seinem eigenen Schutz in die Menschenwelt entsand, da er in seinem Volk aus Angst vor der Erfüllung einer Prophezeiung getötet werden muss. Diese besagt, dass der Schmied Beornamund eine Brosche aus Glas und Metall mit vier Mosaiksteinen schuf, die das Feuer des Universums beinhalteten und gleichzeitig die Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter darstellten. Diese zerstörte er im Zorn über den Tod seiner Geliebten. Erst wenn der letzte Stein gefunden und wieder in die Brosche eingesetzt ist, werden Menschen und Hydden miteinander leben können. So ist der Riesengeborene dazu auserkoren, die Schildmaid zu finden, mit der er die Brosche zusammenfügen soll.

Der Ansatz der Geschichte von Hydden World hat mich gereizt, weswegen ich den gesamten Verlauf lesen wollte. Leider hat mich die Umsetzung dieses Buches wenig fasziniert. Gegen Ende der Geschichte stellte sich für mich raus, dass "Hyddenworld: Der Frühling" erst der Auftakt einer mehrteiligen Reihe sein soll. Die einzelnen Figuren waren gut umschrieben, manchmal allerdins so stark überzogen dargestellt, dass sie schon lächerlich wirkten. So gibt des den Hochaltermann Festoon aus Brums, der von seinem Koch aus Freundschaft so lange mit den ausgefallensten Leckereien verwöhnt wurde, dass er auf Grund seiner Fettleibigkeit kaum mehr in der Lage ist aufzustehen. Dennoch wird diese Person als höchst Intelligent bezeichnet, obwohl er sich selbst Handlungsunfähig gefuttert hat. Das Jack schon im zarten Alter von fünf Jahren die gleichaltrige Kathrine aus einem brennenden Auto zerren kann und sich dabei schwerste Verbrennungen zuzieht, war schon schwer nachvollziehbar, aber im weiteren Geschichtsverlauf verhält sich dieser Protagonist für meinen Geschmack viel zu passiv. So soll er derjenige sein, der die Hydden im Laufe seiner Wurd (beeinflussbares Schicksal)in eine Revolution führt und für die Schildmaid von besonderer Bedeutung sein. Von den Fähigkeiten, die einem Riesengeborenen innewohnen, zeigt er in dem ganzen Geschehen jedoch nichts. Er handelt immer äußerst Vorhersehbar. Die Umgebungen in denen die Protagonisten handelten, wurden äußerst Detailreich beschrieben, was für mich mehr als eine Spur zu langatmig wurde, da die Hauptgeschichte hinter diesen Beschreibungen einfach verlorenging. Zudem wurden die spannender anmutenden Passagen sehr kurz gehalten und teilweise so knapp gefasst, dass der Leser kaum mitkommt. Wirklich interessant wurde die Geschichte erst, als Katherine von den Fyrd, den mit Gewalt regierenden "bösen Teilen" der Hyddenwelt, entführt wird und Jack in die Hyddenwelt zurück muss, um sie zu retten. Dort trifft er auf einige Charaktere die ihn offensichtlich unterstützen und eingie, die eher feindlich anmuten, es aber nicht umbedingt seien müssen, was sich selbst am Ende nicht komplett erklärt. Alles in Allem bin ich von Hydden World eher enttäuscht.

Hydden World ist ein Buch für Fantasyleser, die eingehende Beschreibungen der Landschaften und Umgebungen mögen und es verschmerzen können, das hinter diesen Beschreibungen der eigentliche Handlungsstrang zurücktritt.
 
 
 


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