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Virginia Boecker

Witch Hunter 2
Witch Hunter - Herz aus Dunkelheit

  • Autor:Virginia Boecker
  • Titel: Witch Hunter - Herz aus Dunkelheit
  • Serie:Witch Hunter 2
  • Genre:Fantasy
  • Einband:Hardcover
  • Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
  • Datum:11 November 2016
  • Preis:17,95 EUR

 
»Witch Hunter - Herz aus Dunkelheit« (Witch Hunter 2) von Virginia Boecker


Besprochen von:
 
NannyOgg
Deine Wertung:
(4)

 
 
Nach den Geschehnissen im letzten Band braucht Elizabeth einige Zeit, um sich davon zu erholen. Zum Glück hat sie John an ihrer Seite, der sie pflegt und mit dem sie weit mehr als nur Freundschaft verbindet. Neben John kümmert sich auch sein Vater Peter um sie, außerdem hat sie Skyler und Fifer um sich. Diese Freunde braucht sie auch, denn der Rat hat sie wegen Hochverrats angeklagt, schließlich ist sie eine gefürchtete Hexenjägerin Blackwells gewesen.

Während sich Elizabeth vorbereitet, sich dem Rat zu stellen, tauchen in Harrow immer wieder Jäger Blackwells' auf, ihr Ziel scheint Elizabeth zu sein. Dass sie die magischen Grenzen überschreiten können, bedeutet, dass es einen Verräter in Harrow gibt. Was die Sache nur noch schlimmer macht; denn alles deutet darauf hin, dass Blackwell, inzwischen König von Anglia, Harrow angreifen und endgültig vernichten will.

Elizabeth muss wieder lernen, zu kämpfen und sich zu verteidigen. Zum Glück hat sie Fifer und Skyler, die sie tatkräftig unterstützen. Gleichzeitig schmiedet sie einen Plan, wie sie Blackwell töten könnte. Das wird alles andere als einfach werden, weil sie ihr größtes Geheimnis, dass sie das Stigma nicht mehr besitzt, verletzlicher macht, als sie je zuvor in ihrem Leben war. Und ausgerechnet jetzt, wo sie John mehr braucht als je zuvor, verändert er sich, wird kalt, arrogant, aggressiv und hat es sich in den Kopf gesetzt, Blackwell selbst zu töten.

Heimlich stiehlt Elizabeth das Schwert Azoth und macht sich auf den Weg zu Blackwells Festung – nur um festzustellen, dass sie alles nur noch viel schlimmer macht, als sie für möglich gehalten hätte.

Kommentar:
Anfangs fiel es mir etwas schwer, wieder in das Buch hineinzukommen. Gerade die Orte der Nebenpersonen und Orte konnte ich zuerst nicht zuordnen. Aber es ging dann doch relativ schnell, dass ich mich wieder an den ersten Teil erinnert habe.

Elizabeth hat zwischen der Handlung in Teil eins und dem zweiten Buch viel durchmachen müssen. Sie hat ihr Stigma verloren und ist zum ersten Mal wirklich schutzlos. Sie kann verletzt werden und ist außerdem durch die Geschehnisse noch schwach. Sie hat ihr Selbstvertrauen verloren und muss es sich mühsam wieder erarbeiten. Ich finde ihre Verletzlichkeit, ihre Selbstzweifel und auch ihren Weg zurück zur Kämpferin sehr gut nachvollziehbar. Allerdings gab es auch Momente, wo ich nur den Kopf schütteln wollte, zum Beispiel als sie auf die Idee gekommen ist, Blackwell alleine besiegen zu wollen, gegen den Rat all ihrer Freunde.

Gerade die Nebencharaktere, allen voran Fifer und Skyler hatte ich schon im ersten Band liebgewonnen und ich fand es schön, dass sie auch in Teil zwei wieder dabei sind und Elizabeth zur Seite stehen. Neue Figuren kommen hinzu, zum einen eine Wiederstandskämpferin, Keagan, die mir allerdings nicht wirklich sympathisch war, und auch über den von Blackwell gestürzten König Malcolm erfährt der Leser in diesem Buch mehr.

Nicht so gut gefallen hat mir der Handlungsstrang, der die Entwicklung Johns beschreibt. Es ist zwar beabsichtigt, aber John wird im Laufe der Geschichte sehr unsympathisch und ich hatte am Ende einfach Probleme, ihn zu mögen. Das fand ich schade, denn im ersten Band war er noch einer meiner Lieblingscharaktere. Ich fand, dass die Geschichte um John gerade auch zum Ende hin einige Logiklöcher hatte, was es mir noch schwieriger machte, alle Handlungen nachzuvollziehen.

Aufgrund meiner Probleme mit John in diesem zweiten Teil fand ich das erste Buch besser. Allerdings ist auch dieses Buch spannend und hat ein hohes Tempo, kann am Stück durchgelesen werden, ohne dass es langweilig wird. Schade fand ich auch, dass nicht so sehr darauf eingegangen wird, wie sich das Leben der Menschen unter Blackwell als König ändert. Der Leser erfährt zwar einiges, aber nur das, was auch Elizabeth als Ich-Erzählerin erfährt. Da sie sich fast die ganze Zeit im magisch geschützten Harrow befindet, weiß sie nicht, wie das Leben im Rest von Anglia und in der Hauptstadt aussieht. Da die Autorin eigentlich sehr viel über das Leben im Mittelalter weiß, hätte ich es schön gefunden, wenn dieser Aspekt noch ein bisschen mehr beleuchtet worden wäre.

Fazit:
„Witch Hunter – Herz aus Dunkelheit“ ist ein spannender zweiter Teil, der die Geschichte um Elizabeth abschließt. Auch wenn mir der erste Teil besser gefallen hat, macht dieses Buch Spaß zu lesen und ist spannend bis zum Schluss.
 
 
 


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