•  
    Leseliste
  •  
    Vogemerkt
  •  
    Rezension
  •  
    Gelesen
  •  
    Neu

Rick Riordan

Die Kane-Chroniken 1
Die rote Pyramide

  • Autor:Rick Riordan
  • Titel: Die rote Pyramide
  • Serie:Die Kane-Chroniken 1
  • Genre:Fantasy
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Carlsen
  • Datum:01 Januar 2014
  • Preis:10,99 EUR

 
»Die rote Pyramide« (Die Kane-Chroniken 1) von Rick Riordan


Besprochen von:
 
Sachmet
Deine Wertung:
(3.5)

 
 
Sadie und Carter sind Geschwister. Als ihre Mutter stirbt, werden sie getrennt. Während Carter bei seinem Vater, einen berühmten Ägyptologen aufwächst und viel in der Welt herum reist, lebt Sadie bei ihren Großeltern in London. Nur zwei Mal Jahr darf Dr. Julius Kane seine Tochter besuchen, eine strenge Vorgabe der Großeltern, die ihren Schwiegersohn für den Tod ihrer Tochter verantwortlich machen.

Als Sadie von ihrem Vater und Carter an Heiligabend bei ihren Großeltern abgeholt wird, fährt der Ägyptologe mit den Kindern ins Britische Museum. Die Geschwister, sonst selten einer Meinung, sind sich einig, dass sie den Heiligabend gerne anders verbringen würden. Doch Widerspruch ist zwecklos.

Doch statt ihnen die Artefakte zu zeigen, führt Dr. Kane In der ägyptischen Abteilung ein merkwürdiges Ritual durch, das leider völlig schief läuft. Statt, wie geplant, Osiris zu beschwören, setzt Dr. Kane auch dessen Geschwister frei, unter anderem Seth, der die Herrschaft über die Welt antreten möchte. Seth überwältigt Julius Kane, sperrt ihn in einen Sarkophag ein und lässt diesen im Erdboden verschwinden.

Nun sind die Geschwister auf sich allein gestellt. Sie müssen Seth irgendwie aufhalten und ihren Vater retten. Alles hängt mit der Vergangenheit und dem Tod ihrer Mutter zusammen. Schon bald wird den beiden klar, dass sie mehr sind, als normale Kinder, denn sie entwickeln Fähigkeiten, über die gewöhnliche Menschen nicht verfügen. Gemeinsam mit ihrem zwielichtigen Onkel Amos und der Katzengöttin Bastet machen sich Sadie und Carter auf, das Geheimnis ihrer Herkunft zu lüften und nebenbei die Welt zu retten

Kommentar:
Hier handelt es sich um den ersten Band einer neuen Reihe des Autors Rick Riordan. Diesmal sind es nicht die griechischen Götter, die sich in das Schicksal der Menschen einmischen, sondern die alten ägyptischen Götter.

Die Grundstruktur der Buchreihen sind ähnlich: Jugendliche Helden wachsen über sich selbst hinaus und retten die Welt. Dabei stehen ihnen seltsame Freunde zur Seite. Diesmal ist es eine Schwester. Sadie, aufgewachsen bei ihren Großeltern, die ein langweiliges und belangloses Leben führt und ihren Bruder um seine Freiheit und die vielen Reisen beneidet. Ein Mädchen, das seine Mutter vermisst und mit Springerstiefeln und rot gefärbten Haaren gegen den Alltag protestiert. Erst nach und nach erkennt sie, dass Carter durchaus nicht so ein tolles Leben hatte, wie sie es sich vorgestellt hat. Ständig wechselnde Hotels, ein Leben aus dem Koffer, immer auf der Flucht vor etwas Unbekannten, keine Freunde, keine Schule, keinen langweiligen Alltag.

Das Leben hat beide Kinder sehr unterschiedlich geprägt. Carter ist der stille, gehorsame, etwas ängstliche Part, währen Sadie die Rebellin ist und immer Wagnisse eingeht und grundsätzlich das Gegenteil von dem unternimmt, was man ihr sagt. Zusammen geben sie die perfekte Kombination ab.

An ihrer Seite finden wir Bastet, die Katzengöttin der Ägypter. Sie steht in der Schuld von Julius Kane und hat versprochen, die Kinder zu beschützen. Der Autor beschreibt sehr amüsant ihr katzenhaftes Verhalten in einem menschlichen Körper. Der zweite Erwachsene Helfer ist Amos, der Bruder von Julius Kane, den die Kinder aber seit Jahren nicht gesehen haben. So fällt es ihnen zu Beginn schwer, diesem undurchschaubaren Mann zu trauen. Wie ihr Vater, hat auch Amos zu viele Geheimnisse vor ihnen.

Wer die alte ägyptische Kultur mag, wird sehr viel Freude an den Bücher haben. Wir erfahren mehr über Sachmet, Osiris, Isis, Anubis und Horus, über die Welt der Götter und ihre Aufgaben. Alles verpackt in einem fulminanten Abenteuer. Das Cover reiht sich nahtlos an die Olymp Reihe an, ist aber diesmal in Rottönen gehalten und zeigt einen übermächtigen Seth, der die drei Helden bedroht.

Der Clou dieses Buches ist, dass die Geschichte aus Sicht zweier Personen erzählt wird. Je Kapitel kommt entweder Sadie oder Carter zu Wort. Der Autor versteht es dabei meisterhaft, den Charakter der Kinder durch ihre Ausdrucksweise hervorzuheben. Sadie redet sehr frei heraus, sehr frech und flucht auch häufig, während Carter wie ein Streber wirkt. Sie sehen eine Situation oft mit sehr unterschiedlichen Augen, ergänzen sich aber somit und bilden ein Ganzes. Zusammen sind sie stark, alleine sind sie nichts.

Fazit:
Jedes Elternteil würde widersprechen, dass es solche 12 und 14 jährigen Teenager gibt. Teenager sind frech, aufsässig, wissen nicht was sie wollen und gehorchen nie. Geschwister, die zueinander stehen, sich vertrauen und logisch denken und handeln? Never! Aber diese Geschichte ist Fiktion und so liest man gerne etwas über zwei Kids, die fest zusammen stehen und die Welt retten.
 
 
 


Mehr Rezensionen von Sachmet