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Richard Laymon

Night Show

  • Autor:Richard Laymon
  • Titel: Night Show
  • Serie:
  • Genre:Horror
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Festa Verlag
  • Datum:27 Februar 2013
  • Preis:12,80 EUR

 
»Night Show« von Richard Laymon


Besprochen von:
 
harakiri
Deine Wertung:
(3.5)

 
 
Antony und zwei seiner Freunde haben Langeweile und wollen eine Schulkameradin erschrecken: sie entführen sie und sperren sie in ein leer stehendes Haus. Während die anderen beiden bald die Lust daran verlieren, bleibt Antony und verkleidet sich gar. Er jagt Linda den größten Schrecken ihres Lebens ein und in Folge davon wird sie schwer verletzt.

Ein paar Wochen später. Antony ist inzwischen nach Los Angeles gezogen um Horrorregisseur zu werden, Linda ist nach langer Verletzungszeit wieder genesen und sinnt auf Rache. Ihr Feldzug beginnt in Claymore, wo die beiden Freunde dran glauben müssen und reicht bis nach L.A.

Antony hat sich zwischenzeitlich auf Dani Larsson eingeschossen, eine meisterhafte Könnerin in Sachen Horror-Spezialeffekte. Er stalkt sie und will sie von seinen Fähigkeiten überzeugen. Bald will er noch mehr – doch dazu muss er erst einmal Danis Freund Jack aus dem Weg räumen…


Entweder bin ich durch das Lesen der vielen Horrorbücher inzwischen etwas abgestumpft oder dieses Buch hat in der Sparte Horror nicht viel zu bieten. Es gibt weder Splatterszenen, noch Szenen die dem Leser die Haare zu Bergen stehen lassen und auch keine, die ihm einen wohligen Schauer des Grusels über den Rücken rinnen lassen. Stattdessen lesen wir ausführlichste Sexszenen, die für mich keinen Platz in einem Horrorszenario haben sollten. Sätze wie „ seine Finger pressten sich auf ihr Heiligtum“ gehören für mich in einen Erotikroman.

Das Buch an sich fand ich jedoch trotzdem ganz angenehm zu lesen, weil Richard Laymons Schreibweise wie gewohnt sehr anschaulich und flüssig ist und er die vorliegende Handlung sehr gut beschreibt und ausschmückt. Antonys Besessenheit von Dani, wie er ihr ständig auflauert und sich ihr nähert, wie er anschließend seinen Widersacher zur Strecke bringt – die Ideen sind wieder meisterlich und gut geschrieben. Solche Einfälle können nur von Richard Laymon kommen, kein anderer hat solche abgedrehten Figuren.

Zwischendurch hatte ich allerdings einmal das Gefühl, dass eine Seite im Buch fehlt. Dani und Jack stehen vor der nackten Ex-Freundin in Jacks Apartment und auf der nächsten Seite liegen sie an Danis Swimmingpool und trinken Cocktails. Überhaupt endet die Handlung meist dort, wo Spannung aufkommen könnte, was mich doch sehr enttäuscht hat.

Fazit: ganz sicher nicht eins der besten Bücher des zu früh verstorbenen Autors, dass er es besser kann hat er in Licht aus und In den tiefsten Wäldern schon eindeutig bewiesen. Wer allerdings ein Fan von ihm ist und nicht unter der Annahme hier einen Horror-Schocker zu lesen an das Buch herangeht, der findet einen soliden Roman für ein paar angenehme Lesestunden vor.
 
 
 


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