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Rainer M. Schröder

Liberty 9 - Sicherheitszone


 
»Liberty 9 - Sicherheitszone« von Rainer M. Schröder


Besprochen von:
 
harakiri
Deine Wertung:
(3.5)

 
 
Phönix 59 – die neue Zeitrechnung nach dem großen Weltenbrand. Kendira lebt mit 200 anderen Auserwählten in Liberty 9, einer befestigten Stadt. Dort werden sie vorbereitet auf ihr weiteres Leben im Lichttempel. Doch was dort auf sie wartet weiß keiner. Dennoch strebt ein jeder danach und gibt sein Bestes um bald zu den Erwählten zu gehören, die per Luftschiff dorthin transportiert werden. Alles scheint gut in Liberty 9 – doch so langsam beginnt die perfekte Welt zu bröckeln. Systemausfälle, ungerechtfertigte und grausame Bestrafungen für winzig kleine Vergehen bringen Kendira und ihre Freunde zum Nachdenken. Als sie dann auch noch ein Gespräch des Sklaven Dante belauscht, der mit einem Freund Fluchtpläne schmiedet wird sie hellhörig und nachdenklich. Was, wenn Liberty 9 doch nicht das Non-Plus-Ultra ist? Was – wenn im Lichttempel Tod und Verderben locken?

Dachte ich anfangs noch, das Buch sei langweilig und technisch hat es doch bald seinen Charme entwickelt und am Ende wollte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen und hoffe jetzt auf eine baldige Fortsetzung. Am Anfang lernen wir in Kendira ein starkes Alphaweibchen kennen, das mich zuerst ein wenig genervt hat. Bedient es doch jedes Klischee: schön, stark, intelligent… Doch mit der Zeit bekommt auch sie ihre Ecken und Kanten und wird sympathischer. Auch mit Dante, dem Servanten, ist Rainer M. Schröder eine starke Figur gelungen, die über sich hinauswächst und alles riskiert, um Kendira nahe zu sein. Carson, sein Nebenbuhler wirkt da schon etwas blass daneben und eher stereotyp. Er ist der Sonnyboy, während Dante den Rebellen gibt.


Rainer M. Schröder ist ja eher für seine Romane bekannt, die in der Vergangenheit spielen, dieses Buch ist das erste, das in der Zukunft spielt. In meinen Augen ist ihm auch das beispielhaft gelungen. Teilweise verliert er sich aber in langweiligen Nebenhandlungen, wie z.B. dem Lichterfest, in dem für mich nur relevant war, dass die Einwohner von Liberty 9 wohl Drogen bekommen.
Schön fand ich den Einfall mit dem Ende der uns bekannten Welt: durch Kriege und Naturkatastrophen kommt es zu alles vernichtenden Bränden. Das regt zum Nachdenken an und stimmt traurig. Das Ende ist überraschend und macht viel Hoffnung auf den zweiten Teil der Serie.


Fazit: wer sich von dem etwas lahmen Beginn nicht abschrecken lässt wird bei etwa 1/3 des Buches nicht mehr aufhören wollen zu lesen. Packender Mix aus Dystopie und Social fiction.

Liberty 9 ist der erste Band einer Trilogie und ich hoffe, dass die anderen beiden Bücher schnell erscheinen.
 
 
 

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