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Patricia Briggs

Stille der Nacht: Mercy Thompson 10 - Roman (Mercy-Thompson-Reihe, Band 10)


 
»Stille der Nacht: Mercy Thompson 10 - Roman (Mercy-Thompson-Reihe, Band 10)« von Patricia Briggs


Besprochen von:
 
Korlat
Deine Wertung:
(4.5)

 
 
Adam Hauptmann ist der Alpha des Werwolfrudels der Tree Cities. In der Stadt herrscht ein unstetes Gleichgewicht zwischen den Fae, der örtlichen Vampir-Sidhe und den Werwölfen. Scheinbar hat Adam auch die Unterstützung des Marrok, des obersten Werwolfes Nordamerikas verloren. Das lockt potenzielle Gegner. Bonarata, Meistervampir von Mailand und mächtigster Vampir der Alten Welt, macht den ersten Zug. Er lässt Mercy entführen. So will er Adam schwächen und einen Stützpunkt in der Neuen Welt einrichten. Außerdem könnte Mercy als Quelle seiner Sucht nach Werwolfblut dienen. Mercy kann sich schnell befreien, ist aber mittellos und ohne Kommunikationsmöglichkeit in Europa gestrandet. Wegen der großen Entfernung funktioniert das Gefährten-Band zwischen Adam und Mercy nicht.

Adam macht sich derweil nach Europa auf, um mit Bonarata über Mercys Freilassung zu verhandeln. Ihn begleiten Masilia, die Herrin der Vampir-Sidhe, Stefan, ein Freund Mercys und Vampir, zwei Goblin-Piloten, zwei Werwölfe und die Hexe des Rudels. Er kann Mercy zwar jetzt wieder spüren, hat aber Probleme, sich konkret mit ihr zu verständigen. Bonarata muss eingestehen, dass Mercy geflohen ist. Adam macht klar, dass Bran, der Marrok, nicht erfreut wäre, sollte seiner Ziehtochter etwas zustoßen. Der Meistervampir sieht sich gezwungen, bei der Suche zu helfen.

Mercy hat sich unterdessen nach Prag durchgeschlagen und hält sich dort bei Libor auf, einem alten Alpha, der Bran nicht gut gesinnt ist. Auch in Prag begegnet sie Geistern und trifft auf den Golem von Prag. Sie schafft es irgendwie, aus all den Konflikten lebend herauszukommen.

Kommentar:

Das vorliegende Buch ist der mittlerweile 10. Teil der Mercy Thompson Reihe. Dazu gibt es noch das Spin Off, das andere Protagonisten aus der gleichen Welt hat. Die Autorin erzählt bis jetzt auf einem gleichbleibend guten Niveau. Die Geschichte um die Automechanikerin, die sich in einen Kojoten verwandeln kann, bleibt spannend. Mercy ist ihr smartes Selbst. Sie kämpft mit Witz und Verstand. Ihre Aktionen sind aufs Überleben und nicht auf einen Sieg ausgerichtet. Sie verlässt sich darauf, dass ihr Gefährte und ihr Rudel zu Hilfe eilen werden.

In jedem Buch bezieht die Autorin einen anderen Mythos ein. Dieses Mal verschlägt es Mercy nach Europa und wir bekommen es mit alten Monstern zu tun – einem mächtigen Vampir, der aus der Renaissance stammt, dem Golem, der einer alten Sage um einen Prager Rabbi entstammt und einem Werwolf-Alpha, der mindestens so alt ist wie Bran, der Marrok. Viele alte Bekannte begleiten Adam bei seiner Reise nach Europa. Viele Erinnerungen aus früheren Büchern um Mercy Thompson kommen wieder ins Gedächtnis. Und wer hätte gedacht, dass Bran auftaucht, um bei Mercys Rettung zu helfen. Obwohl – bei genauem Nachdenken ist das doch nicht so abwegig.

Die einzelnen Kapitel werden abwechselnd aus der Sicht Mercys und Adams erzählt. Dabei überschneiden sich die Handlungsstränge gelegentlich. Die Handlung schreitet flott voran. Man weiß natürlich, dass alles gut ausgehen wird, aber man weiß nicht, wie dieses „gut ausgehen“ zustande kommen wird. Patricia Briggs erzählt wie immer spannend und macht Neugier auf den nächsten Band.
 
 
 


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