•  
    Leseliste
  •  
    Vogemerkt
  •  
    Rezension
  •  
    Gelesen
  •  
    Neu

Mikkel Birkegaard

Die Bibliothek der Schatten

  • Autor:Mikkel Birkegaard
  • Titel: Die Bibliothek der Schatten
  • Serie:
  • Genre:Fantasy
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Goldmann Verlag
  • Datum:16 Mai 2011
  • Preis:9,20 EUR

 
»Die Bibliothek der Schatten« von Mikkel Birkegaard


Besprochen von:
 
harakiri
Deine Wertung:
(3)

 
 
Ein Buch für Leute, die Bücher lieben?

Luca, ein Bibliothekar, berührt ein Buch und stirbt. Sein Sohn Jon erbt sein Antiquariat und dank seiner Angestellten kommt er bald einer Verschwörung auf den Grund. Die sogenannten Lettori können durch Vorlesen andere beeinflussen. Doch nicht alle nutzen die Gabe, um Gutes zu tun. So werden Politiker manipuliert, unbequeme Leute ausgeschaltet oder gleich umgebracht, wie in Lucas Fall. Jon und Katherine geraten in einen Strudel böser Taten, wissen nicht mehr wem sie vertrauen können und wem nicht. Und dann wird Jon auch noch entführt…

Die ersten 200-300 Seiten lasen sich noch wie Butter in der Sonne schmilzt, dann stockte der Lesefluss leider ohne dass ich eine genaue Ursache benennen konnte. Wahrscheinlich, weil es irgendwie schwierig war der Handlung zu folgen, die war stellenweise sehr konfus durch Organisationen und Untergruppen und Splittergruppen, die zum Teil Gutes tun und zum Teil aber auch nur nach ihrer Macht streben. Der Anfang jedoch war sehr flüssig durch Jons Anwaltsberuf und die nette Einführung von Mohammed. Den fand ich in der Geschichte sowieso den sympathischsten Charakter. Brachte er doch immer Humor und Stimmung mit in den Roman. Sehr skurril: er lebt davon, dass er absolut jedes Preisrätsel online mitmacht und die Gewinne dann verkauft. Allein dadurch gewann er bei mir schon Pluspunkte.

Die anderen Charaktere bleiben eher flach und dass sich Katherine und Jon verlieben klingt eher wie eine Nebenhandlung. Es gibt keine Vorboten ihrer Liebe, auf einmal beginnt Katherine Jon zu streicheln und das war es dann auch schon, sie landen im Bett. Auch der Bösewicht Remer bleibt undurchsichtig und erst kurz vor Schluss werden seine Motive klar. Stellenweise läuft die Handlung auch ins Leere, als zum Beispiel ein Mann ermordet im Fahrstuhlschacht hängt. Hier ändert sich sehr schnell der Schauplatz und es entsteht eine Sackgasse in der Handlung.

Die Sprache von Mikkael Birkegaard ist aber sehr flüssig und lässt sich leicht lesen. Auch die Übersetzung ist gut gelungen, es befanden sich sehr wenig Schreibfehler im Buch.

Fazit: Die stellenweise etwas zähe Handlung und einige lose Enden machen das Buch etwas langweilig. Trotzdem fand ich die Idee dahinter sehr gut und anfangs wurde die auch sehr gut umgesetzt.  
 
 
 


Mehr Rezensionen von harakiri