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Markus Heitz

Die Legenden der Albae 1
Vernichtender Hass

  • Autor:Markus Heitz
  • Titel: Vernichtender Hass
  • Serie:Die Legenden der Albae 1
  • Genre:Fantasy
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Piper
  • Datum:00 August 2011
  • Preis:EUR 15,99 EUR

 
»Vernichtender Hass« (Die Legenden der Albae 1) von Markus Heitz


Besprochen von:
 
Desgracia
Deine Wertung:
(3.5)

 
 
„Dein Tod heißt... „

Die Albae stehen kurz vor ihrem Ziel. Das Geborgene Land ist zum Greifen nahe. Als sie es dann mit einer mächtigen Armee aus Trollen, Barbaren und Albae überrollen, erobern sie das so sehr ersehnte Land. Was sie aber nicht wissen ist, dass schon bald ihre eigene Gier ihnen in die Quere kommt.

Inhalt:

Steinerne Torweg:

Der Torweg ist gefallen, die Zwerge sind tot und das Geborgene Land liegt den Horden der Albae zu Füßen. Carmondai, Künstler und Geschichtsschreiber, folgte dem Heer, findet sich aber bald in einer Position wieder, die er sicher nicht erwartet hätte. Auch Sinthoras und Caphalor erwartet mehr als ein Sieg über ihre Erzfeinde, die Elben, im Geborgenen Land. Viel mehr.

Dsôn Faimon:

Dsôn Faimon, das Reich der Albae, scheint endlich sicher. Doch der Frieden ist nicht von langer Dauer. Die Wandelnden Türme , auch Dorón Ashont genannt, kommen aus dem ehemaligen Reich der Fflecx, tauchen vor den Toren der Heimat auf und drohen ihre Rache mit dem Blut der Bewohner zu holen, während die besten Krieger der Albae im Geborgenen Land kämpfen. Tief sitzt der Hass gegen die, die sie vor Jahrhunderten dazu zwangen sich zurückzuziehen. Können sich die Albae auf ihre gesicherten Grenzen und den wenig verbliebenen Kämpfer verlassen oder werden sie gegen die Macht der Wandelnden Türme untergehen.

Geborgenes Land:

Durch den Erfolg am Steinernen Tor ist Sinthoras ein Held geworden, was es für Polòtain schwerer macht, seinen Rachedurst zu stillen, der sich nach dem Tod seines geliebten Großneffen entwickelte. Ihn erwartet eine schwierige Aufgabe, von welcher er sich aber um keinen Preis abwenden möchte. Wird er seinen Durst stillen können?

Dem Tod knapp entronnen erreicht Famenia die Nachricht, dass ihr Meister ermordet wurde. Aus Sorge , dass die anderen Magi auch getötet werden, reist sie durchs Land, um die anderen Magi zu warnen. Kommt sie rechtzeitig bei ihnen an oder kommt jede Warnung zu spät? Und wird sie überhaupt ihre Ausbildung abschließen können?

Charaktere:

Neben Sinthoras und Caphalor als bereits bekannte Albae taucht Carmondai, Künstler sowohl in Zeichnen als auch Wort, als neuer Charakter auf. Diese drei können auch am ehesten als Hauptdarsteller gesehen werden, wobei sie keine klassische Rolle einnehmen, da sie nicht wirkliche Hauptcharaktere sind. Sie kommen einfach öfter vor wie die anderen. Am meisten dieser drei trifft Protagonist wohl auf Carmodai zu. Dieser hat eine wilde Vergangenheit, welche ihn im Verlauf der Geschichte einholt. Um was es sich genau handelt und ob diese Informationen hätten lieber geheim bleiben sollen, findet man Stück für Stück heraus.

Es werden viele neue Figuren eingeführt, die aber nicht viel Tiefe besitzen. Sie dienen eher dazu die Geschichte zu erzählen und helfen so dem Leser sich besser in das Buch einzufinden. Leider erfährt man in „Vernichtender Hass“ nicht so viel über die Charaktere wie im ersten Teil.

Die Charaktere der Albae sind zu oft zu mächtig und unglaubwürdig. Nichts kann sich ihnen in den Weg stellen. Das sorgt dafür, dass man beim Lesen manchmal den Kopf schütteln muss.

Stil:

Markus Heitz schreibt sehr flüssig und leicht verständlich. Was etwas fehlt sind – bis auf mehrere Seiten wo das Reich der Albae beschrieben wird - genauere Darstellungen der Umwelt, mehr Details über Waffen und Verhalten bestimmter Personen. Dieser Aspekt wurde im ersten Buch mehr beachtet, weshalb die Atmosphäre in jenem besser war.

Die Sicht aus verschiedenen Personen mag zu Anfang verwirrend wirken, ist man aber ein bisschen eingelesen, hilft es einem die Geschichte besser zu verstehen.

Eigene Meinung

Wie der erste Teil begeistert auch der Zweite mit albaeischen Feinheiten der Kultur dieses Volkes. Fesselnd und spannend bietet dieses Buch fast alles was das Leserherz höher schlagen lässt.

Dennoch ist es etwas ernüchternd in manchen Situationen keinen Ahnung zu haben wo genau sich die Figuren befinden. Man kann keinen richtigen Hauptcharakter ausmachen und somit auch niemanden vollständig als Identifikationsfigur in sein Herz schließen.

Auch ist die Übermacht, mit der die Albae über das Land herfallen, übertrieben. Fast jedes andere Volk, seien es Menschen, Orcs oder Elben haben ihnen fast nichts entgegenzusetzen. Die Beschreibungen des Landes, die ich in „Die Zwerge“ schätzen gelernt habe, haben mir gefehlt, sodass ich mir mehr davon gewünscht hätte.

Wer sich aber davon nicht beeindrucken lässt, hat einen schönen zweiten Teil zu lesen und wird sich sicher auch auf den Dritten freuen, der hoffentlich nicht zu lange auf sich warten lässt.
 
 
 


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