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Lilach Mer

Der siebte Schwan

  • Autor:Lilach Mer
  • Titel: Der siebte Schwan
  • Serie:
  • Genre:Fantasy
  • Einband:Paperback
  • Verlag:Heyne Verlag
  • Datum:10 Januar 2011
  • Preis:EUR 14,00 EUR

 
»Der siebte Schwan« von Lilach Mer


Besprochen von:
 
Leseratte
Deine Wertung:
(3)

 
 
Schleswig-Holstein im Jahr 1913: Wilhelmina, oder auch Mina genannt, steht kurz vor ihrer Konfirmation und dadurch wird sich einiges in ihrem Leben ändern. Der lästige Hausunterricht fällt weg und Mina gehört nicht mehr zu den Kindern.

Als Mina wieder einmal heimlich auf dem Dachboden zu der Musik einer alten Spieluhr tanzt, was ihr eigentlich streng verboten ist, taucht der Hausarzt der Familie auf. Kurz darauf belauscht Mina unabsichtlich ein Gespräch zwischen ihren Eltern und dem Arzt. Sie versteht nur Bruchstücke aber was sie zu hören bekommt erschreckt sie zutiefst. Als sie dann einen Drehorgelspieler vor dem Haus sieht, der dieselbe Melodie wie die Spieluhr spielt versucht Mina ihm zu folgen und rennt von zu Hause weg…

„Der siebte Schwan“ ist Lilach Mers Debut und das Cover ist sehr schön gestaltet. Es zeigt ein junges Mädchen mit einer Feder in der Hand. Der Titel ist in Goldbuchstaben geschrieben, das ist aber auch das einzige was an dem Cover farbig ist, ansonsten ist es sehr dunkel gehalten.

Anfangs hatte ich so meine Probleme mich in den Schreibstil einzufinden, dieser ist halt der Zeit in der die Geschichte spielt angepasst. Aber als ich mich daran gewöhnt hatte, ließ sich das Buch leicht und flüssig lesen.

Die meisten werden wohl das Märchen mit den sieben Schwänen kennen und mir hat gut gefallen, was die Autorin aus dem Märchen gemacht hat.

Allerdings zieht sich die Geschichte auch sehr in die Länge und manches Kapitel hat mich mehr verwirrt, als dass ich besser durchgeblickt hätte. Viele Seitenlang passiert so gut wie gar nichts und erst gegen Ende wird es dann noch etwas spannender.
Wer viel Handlung und Action erwartet wird von dem Buch enttäuscht sein, denn die meiste Zeit plätschert die Geschichte so dahin. Mina erlebt einige Dinge, die recht fantastisch sind und die auch schön beschrieben werden, aber so manches Mal habe ich mich gefragt, warum diese Dinge geschehen und was der Sinn dahinter sein soll. Einige Reaktionen Minas waren mir total unverständlich und ich konnte nicht nachvollziehen was genau sie dazu angetrieben hat, so zu handeln. Mina fand ich zwar recht sympathisch aber dennoch hat mich irgendwas an ihr gestört, was genau es war kann ich gar nicht sagen. Die Tater fand ich jedoch toll beschrieben und ich mochte sie auch sehr gerne. Die Idee mit dem Kater hat mir auch gut gefallen und den Doktor konnte ich von Anfang an nicht leiden, der war mir zu glatt und zu übertrieben freundlich zu Mina. Die Eltern sind sehr knapp beschrieben und man erfährt so gut wie nichts über sie, außer dass die Mutter sehr kränklich ist und die meiste Zeit ruht.

Alles in allem eine sehr schöne Geschichte, die aber einige Längen ausweist und einen teilweise sehr verwirrt. Zum Beispiel hätte ich gerne erfahren, weshalb der Doktor so handelt. Auch die Sache mit den Schwänen wurde nicht wirklich aufgelöst.

Es fällt mir wahnsinnig schwer eine Bewertung abzugeben, da ich mich einfach nicht entscheiden kann. Einerseits hat mir die Geschichte gut gefallen, andererseits haben mich die vielen Kapitel gestört, in denen Mina recht planlos durch die Gegend läuft.

Dem Vergleich mit Alice im Wunderland und Die unendliche Geschichte hält „Der siebte Schwan“ meiner Meinung nach nicht stand. Auch wenn in allen drei Geschichten ein junger Mensch fantastische Abenteuer zu bestehen hat, haben die Bücher sonst nichts gemeinsam wie ich finde.

Wer gerne Märchen mag und nichts dagegen hat, wenn eine Geschichte mehr oder weniger vor sich hin plätschert, der ist mit „Der Siebte Schwan „ gut bedient.
Von mir bekommt das Buch 3 Sterne.
 
 
 


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