•  
    Leseliste
  •  
    Vogemerkt
  •  
    Rezension
  •  
    Gelesen
  •  
    Neu

Joelle Charbonneau

Die Auslese: Nur die Besten überleben


 
»Die Auslese: Nur die Besten überleben« von Joelle Charbonneau


Besprochen von:
 
harakiri
Deine Wertung:
(4.5)

 
 
Amerika, in nicht allzu ferner Zukunft. Die Welt ist von Kriegen verwüstet und von Bomben verseucht, die Menschheit dezimiert. In Kolonien versuchen die Menschen den Boden wieder urbar zu machen und die Flüsse wieder zu säubern. Jedes Jahr sucht die Hauptstadt besonders intelligente Jugendliche, die dann auf der Universität studieren dürfen und von der sich die Regierung erhofft, dass sie bahnbrechende Erfolge bei der Rehabilitierung der Umwelt erzielen werden.

Auch Cia wird kurz nach ihrem 16. Geburtstag zur sogenannten Auslese zugelassen. Doch die 4 Prüfungen sind hart und wer sie nicht besteht stirbt. Cia hat zwar einen Verbündeten in Tomas, aber kann sie ihm auch trauen?

Welch ein Buch! Von der ersten Seite an wird man förmlich in die Handlung gespült. Joelle Charbonneau gelingt es mit wenigen Worten, dass der Leser an den Zeilen klebt wie in einem Spinnennetz. Mut, Hoffnung, Liebe und Mitleid werden genauso spürbar wie Verzweiflung, Verrat und Kampf. Dabei verläuft für unsere Heldin Cia aber durchaus auch nicht alles geradlinig, was mir sehr gut gefallen hat und Cia nicht als Überheldin dastehen lässt, auch wenn sie weitaus bessere Fähigkeiten als ihre Mitstreiter hat und immer ein gutes Bauchgefühl.

Die Aufgaben der Auslese waren gut durchdacht und besonders die Stelle im Labyrinth hat mich sehr gefesselt. Welch Fantasie die Autorin hier entwickelt hat – das hat mich total überrascht.
Wenn auch das Buch stellenweise ein wenig an die „Tribute von Panem“ – Reihe erinnert, so geht die Autorin doch eigene Wege, bringt ihre eigenen Ideen in den Vordergrund, so dass man nie das Gefühl hat, sie habe abgeschrieben. Lediglich sich vielleicht ein wenig an der Idee angelehnt. Aber das ist bei der Fülle an Dystopien, die gerade auf den Markt drängen ja auch nicht weiter schlimm und das Buch fasziniert durch einen ganz eigenen Schreibstil.

Das Buch ist in sich abgeschlossen, könnte hier auch mit einem kleinen open-End aufhören, aber die Autorin hat die Handlung wohl noch weiter entwickelt, denn in den USA erscheint im Januar 2014 ein zweiter Band mit Namen „Independent Study“. Ich kann nur hoffen, dass dieser zweite Teil sehr schnell auch in Deutschland erscheinen wird, denn ich bin jetzt quasi angefixt und will wissen, wie es mit Cia und ihren Freunden weitergehen wird. Wird sie erkennen, dass Tomas nicht der ist, der er zu sein scheint? Und wer ist der geheimnisvolle „graue Mann“, der Cia immer wieder geholfen hat?

Mein 14 Jähriger Sohn hat das Buch kurz nach mir gelesen und hatte es in 3 Tagen durch! Was einiges heißen will bei jemandem, der sonst nicht viel liest.

Fazit: ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen mag! Sympathische Charaktere, schwere Aufgaben und die flüssige Schreibweise machen das Buch zu etwas ganz Besonderem.
 
 
 


Mehr Rezensionen von harakiri