•  
    Leseliste
  •  
    Vogemerkt
  •  
    Rezension
  •  
    Gelesen
  •  
    Neu

Jack Ketchum

Versteckt

  • Autor:Jack Ketchum
  • Titel: Versteckt
  • Serie:
  • Genre:Horror
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Heyne Verlag
  • Datum:13 Mai 2013
  • Preis:8,99 EUR

 
»Versteckt« von Jack Ketchum


Besprochen von:
 
harakiri
Deine Wertung:
(3.5)

 
 
„Sie hat mir von Anfang an Angst gemacht“

Dan lebt in einem kleinen Kaff namens Dead River an der amerikanischen Küste. Der Name des Ortes ist Programm: hier ist nichts los. Als die drei Freunde Steven, Casey und Kim mit ihren Eltern dort Urlaub machen lernt Dan sie kennen und verliebt sich in Casey. Zusammen schlagen sie die Zeit tot, bis Casey auf eine Idee kommt: sie sollen in ein verlassenes Haus einbrechen, um das sich Spukgeschichten ranken. Dort wollen sie Verstecken spielen – doch sie sind nicht allein und etwas Böses spielt mit…

Jack Ketchum spielt hier wieder mit den Nerven der Leser.
Zuerst lässt er sie glauben, dass sie sich in einem ganz normalen Roman befinden. Es ist Sommer, die Jugendlichen genießen die schöne Zeit, verlieben sich und verbringen die Tage miteinander. Doch urplötzlich schlägt er zu, dreht die Handlung um 180 Grad und stürzt den Leser in eine Welt der Dunkelheit, der Gewalt und des Blutes.

Der Autor weckt mit seiner Schreibweise alle Sinne des Lesers. Man spürt, riecht und sieht durch seine Ausdrucksweise die Handlung quasi direkt vor sich, lebt mit und hält die Luft an. Die Charaktere bleiben oberflächlich, für eine tiefere Betrachtungsweise ist das Buch einfach zu kurz. Und genau hier setzt meine Kritik an: der „Vorspann“ ist genauso lang wie die Haupthandlung. Da erwarte ich in einem Hardcoreroman, oder einem Horrorroman, einfach mehr. Mehr Grusel, mehr Kampf, mehr Dunkelheit. Der Kampf am Ende wird in wenigen Seiten abgehandelt, hier spürt man auch auf einmal keine Schmerzen der Beteiligten mehr, weil alles viel zu schnell geht.
Auch die Ich-Erzählung trägt wenig zur Spannung bei. Weiß man doch von Anfang an, dass die Hauptperson überleben wird.

Am Ende gibt es noch eine kurze biografische Erklärung von Jack Ketchum, wie er zur Idee des Buches kam, wer ihn inspiriert hat und durch was. Diese Stelle fand ich auch sehr interessant, weil sie zeigt, wie Schriftsteller ticken, wie sie sich zu ihren Büchern anregen lassen.

Fazit: nicht der beste Ketchum, dennoch einer, der einem an manchen Stellen den Atem anhalten lässt.
 
 
 


Mehr Rezensionen von harakiri