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Hohlbein, Wolfgang

Die Chronik der Unsterblichen 4
Der Untergang

  • Autor:Hohlbein, Wolfgang
  • Titel: Der Untergang
  • Serie:Die Chronik der Unsterblichen 4
  • Genre:Fantasy
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Ullstein
  • Datum:00 -
  • Preis:8.95 EUR

 
»Der Untergang« (Die Chronik der Unsterblichen 4) von Hohlbein, Wolfgang


Besprochen von:
 
Carsten Kuhr
Deine Wertung:
(2.5)

 
 
Was als krönender Ausklang geplant war, das lässt mich nach der Lektüre ein wenig verwirrt und unbefriedigt zurück.
Wir erinnern uns, Andrej unser Vampir und sein Gefährte, der ehemalige Pirat Abu Dun suchen bereits seit langer Zeit nach der Puuri Dan, der weisen Frau der Sinti. Von ihr erhofft Andrej sich Antworten auf seine vielen Fragen nach dem Woher und dem Wohin der Vampire. Wer oder was schuf die Unsterblichen, gibt es einen Sinn für ihre Existenz, oder stellen sie nur eine Laune der Natur dar?
Endlich stossen unsere Beiden auf das Lager der Sinti. Nach einem unerklärlichen Überfall von Kindern, denen es beinnahe gelang unsere wackeren Recken zu töten, wachen sie verletzt und geschwächt im Lager der Sinti auf. Doch die so lange erhoffte Begegnung mit der Puuri Dan bringt keine Klärung der vielen Fragen.
Stellt Andrej die falschen Fragen, begreift er die Antworten nicht? Und was führt Elena, die Frau des Anführers der Sippe, die Andrej unverholen Avancen macht im Schilde? Jedes Mal wenn Andrej sich ihr hingibt ist er danach geschwächt, ja zu Tode erschöpft? Als dann im nahen Dorf dämonische Kräfte am Werke zu sein scheinen, und die heilige Inquisition sich ankündigt, muss Andrej sich entscheiden - zwischen seinem Glück und dem Schicksal der Welt.

Was als krönendes Finale der Tetralogie geplant war, das lässt den Leser letztlich ratlos zurück. Keine der vielen Fragen, die sich in den ersten drei Romanen gestellt haben wurde beantwortet, ein grandioses Ende, wie es uns die Verlagswerbung verspricht, sucht man vergebens. Die Möglichkeit einer nahtlosen Fortsetzung bleibt gegeben, doch ob man auf eine solche Hoffen sollte, bleibt angesichts dieses Romans doch arg im Zweifel. Dabei hat dieser Titel durchaus interessante Ansätze geboten. Die unheimlichen Kinder, denen selbst der Unsterbliche Vampir kaum etwas entgegenzusetzen hat boten Chancen, auch die Lagerfeuerromantik des fahrenden Volkes zeigte sich anfänglich interessant. Doch dann, mittendrin kam ein Bruch. Unmotiviert wird die Handlung zu einem Schluss gebracht, ohne dass unser Protagonist einen, wie auch immer gearteten Gewinn aus dem Geschehen zu ziehen vermag. Nach wie vor bleiben seine Fragen unbeantwortet, statt Lösungen findet er nur neue Mysterien. Als letztlich tragischer Held vermisst er einen Sinn in seiner Existenz, weiss mit dem ungewollten Geschenk der Unsterblichkeit nichts anzufangen. Wäre dieser Aspekt deutlicher herausgearbeitet, dann wäre der Roman durchaus der Lektüre wert gewesen, so aber waren die Lesestunden meines Erachtens letztlich vertane Zeit.
 
 
 


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