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Dean Koontz

Blindwütig

  • Autor:Dean Koontz
  • Titel: Blindwütig
  • Serie:
  • Genre:Horror
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Heyne Verlag
  • Datum:08 August 2012
  • Preis:8,99 EUR

 
»Blindwütig« von Dean Koontz


Besprochen von:
 
Lanara
Deine Wertung:
(4.5)

 
 
Cullen „Cubby“ Greenwich ist Autor und führt mit seiner Frau Penny, ihrem Sohn Milo und dem Hund Lassie ein glückliches und zufriedenes Leben. Gerade ist sein neuester Roman veröffentlicht worden, der von den Lesern begeistert aufgenommen wurde. Nur der Literaturkritiker Shearman Waxx hat das Buch verrissen. Penny rät ihm, diese Kritik zu ignorieren. Doch Cullen ist neugierig auf den Kritiker und trifft diesen kurz darauf „zufällig“ in seinem Stammlokal. Diese Begegnung bleibt nicht ohne Folgen. Denn Cullen weiß nicht, dass Waxx ein Psychopath ist, der es nun auf ihn und seine Familie abgesehen hat. Waxx dringt mehrmals ins Haus der Cullens ein, überfällt die beiden eines Nachts und setzt sie mit Elektroschockern außer Gefecht. Als Cullen dann einen Anruf eines anderen Autoren erhält, der ihn vor Waxx warnt und kurz darauf sein Haus in die Luft gesprengt wird, ist ihm klar, dass er und seine Familie in großer Gefahr schweben. Auf der Flucht ist Shearman Waxx ihnen immer wieder einen Schritt voraus, es scheint, als ob sie ihm nicht entkommen können.

Dean Koontz hat es geschafft, diesen Roman von der ersten Seite an fesselnd zu schreiben. Zuerst lernt man die Familie Greenwich kennen. Cullen ist ein eher tollpatschiger, aber liebenswerter Chaot, der ein Geheimnis hütet. Penny ist ebenfalls Autorin, bei eher exzentrischen Eltern aufgewachsen (wer nennt sich selbst schon freiwillig Clotila oder Grimbald oder seine Tochter Brunhild), aber dabei völlig normal geblieben. Milo dagegen ist eine Art Wunderkind. Schon mit seinen sechs Jahren hat er ein Highschool-Diplom und ist ein reines Mathematik- und Physik-Ass. Und Lassie, die Hündin, scheint kein normaler Hund zu sein. Shearman Waxx ist auf den ersten Blick ein zurückgezogen lebender Außenseiter, der schon des Öfteren Autoren auf’s Übelste kritisiert hat. Erst im Laufe des Buches erfährt man, dass all diese Autoren inzwischen nicht mehr leben oder ihnen Schlimmes zugestoßen ist.

Fängt „Blindwütig“ erst mal mit leiseren Tönen an, geht es recht schnell ziemlich rasant weiter. Die Anschläge auf die Greenwichs passieren recht schnell, so dass man immer wieder mit ihnen mitfiebert und überlegt, wie sie sich retten können. Ansonsten ist es auch hier mal wieder schwer, ein Genre zuzuordnen. Psychopathen kennt man eher aus Thrillern, für einen Horrorroman sind die Geschehnisse zu unblutig und nicht eingehend genug beschrieben. Man überlegt zwar, ob Shearmann Waxx mit übernatürlichen Kräften in Kontakt steht, aber dem ist nicht so. Das einzig etwas Übernatürliche verbirgt sich in dem kleinen Sohn der Greenwichs. Er bastelt ständig irgendwelche Apparate und Geräte und schafft es, seinen Hund zu teleportieren – was Lassie dann plötzlich ganz von alleine kann. Und auch der Zeitumkehrer, der zum Lebensretter wird, gehört in den Bereich des Phantastischen.

Mein Fazit: Ein tolles, spannendes und fesselndes Buch, dass aber doch eher etwas für Thrillerfans und weniger fantasy- bzw. horrorlastig ist.
 
 
 


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