•  
    Leseliste
  •  
    Vogemerkt
  •  
    Rezension
  •  
    Gelesen
  •  
    Neu

Clive Barker

Abarat - Tage der Wunder, Nächte des Zorns: Roman


 
»Abarat - Tage der Wunder, Nächte des Zorns: Roman« von Clive Barker


Besprochen von:
 
harakiri
Deine Wertung:
(4.5)

 
 
Nachdem Candy Malingo befreit hat sind die beiden nun miteinander auf den 25 Inseln unterwegs, immer verfolgt von dem Kreuz-und-Quer-Mann Houlihan. So manches Mal können sie sich nur knapp aus der Klemme retten und plötzlich werden sie getrennt. Candy muss sich fortan allein durchschlagen, doch durch ihre nette Art findet sie schnell wieder Freunde, die ihr helfen. Zusammen mit ihnen gelingt ihr das fast Unmögliche: den starken Houlihan zu vernichten. Hier wird ihr klar: sie besitzt Magie und so will sie mehr davon lernen. So manches Abenteuer wird wieder sehr gefährlich und ihre Gegner sind mächtig. Mit List und Tücke gelingt es Christoph Carrion schließlich, sie in seine Gewalt zu bringen. Schafft es Candy ihm wieder zu entkommen? Und wird sie Malingo wieder treffen?

Dieses Buch knüpft nahtlos an den Vorgängerband Abarat an. Man sollte Teil 1 gelesen haben, um hier den Überblick zu behalten. Manche Stellen aus Band 1 werden zwar angesprochen, aber halt doch nicht alles und so könnte man sich stellenweise etwas verloren fühlen. Wir treffen hier viele bekannte Gesichter wieder, müssen uns aber leider auch von lieb gewordenen Gestalten verabschieden.

Man merkt dem Autor wieder an, dass er eine Freude am Schreiben hat. Vor allem an der Ausgestaltung seiner Figuren, die er detailreich einführt und liebevoll beschreibt. Beinah auf jeder Seite gibt es Illustrationen, die seine Ausführungen begleiten und dem Leser so die Bewohner der Inseln noch plastischer erscheinen lassen. Manchmal dachte ich, dass Candy nur so viel auf den Inseln unterwegs ist, um dem Autor Raum für neue Beschreibungen der Inselwelt und der Figuren zu lassen. Auch die Namen der Tiere, Pflanzen und Inseln sind sehr einfallsreich.

Candy muss dermaßen viele Abenteuer bestehen, dass ich irgendwann mal dachte, jetzt würde es aber erst mal reichen. Das ist aber auch der einzige Kritikpunkt, der dieses Buch ein bisschen belastet. Clive Barker schreibt wirklich flüssig und lässt seine Charaktere interessant und facettenreich erscheinen. Candy macht eine große Entwicklung durch in diesem Buch, bleibt aber das kleine Mädchen, das ein bisschen Heimweh hat und doch teilweise über sich hinauswächst. Insgesamt ist dieser Band etwas gruseliger und blutrünstiger als Teil 1, aber das macht es auch wieder sehr spannend.

Wie im ersten Band auch gibt es am Ende des Buches wieder einen farbigen Teil mit der Aufzählung und Bildern von jeder Insel.


Fazit: sehr fantasievolle Figuren und sympathische Charaktere machen dieses Buch zu einem wahren Lesevergnügen.
 
 
 


Mehr Rezensionen von harakiri