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Benjamin Percy

Roter Mond

  • Autor:Benjamin Percy
  • Titel: Roter Mond
  • Serie:
  • Genre:Fantasy
  • Einband:Hardcover
  • Verlag:Penhaligon Verlag
  • Datum:24 März 2014
  • Preis:19,99 EUR

 
»Roter Mond« von Benjamin Percy


Besprochen von:
 
harakiri
Deine Wertung:
(4)

 
 
Patrick überlebt als einziger den Angriff eines Lykaners auf seinem Flug zu seiner Mutter.

Claire kann als einzige ihrer Familie fliehen, als bewaffnete Söldner ihr Haus stürmen.


Die Wege der beiden kreuzen sich als Claire sich auf den Weg zu ihrer Tante macht. Doch ihre Tante ist da gar nicht froh darüber, lebt sie doch in ständiger Furcht, ebenfalls überfallen zu werden. Bald erfährt Claire den Grund dafür: sie ist auch eine Lykanerin und ihr Ex-Mann will sie zu sich locken.
Gleichzeitig schürt eine Rebellentruppe den Hass gegen die Lykaner und will diese ausrotten. Dabei sind das im Normalfall ganz normale Leute, solange sie ihre Medikamente nehmen. Die Situation eskaliert als die Rebellen ein Flugzeug über einem Atomkraftwerk explodieren lassen. Claire und Patrick kommt eine zentrale Aufgabe zu, die sie an den Rand ihrer Kräfte bringt.

Gewisse Ähnlichkeiten mit geschichtlichen Ereignissen sind nicht von der Hand zu weisen. So z.B. die Flugzeugsabotage, die Nuklearkatastrophe und durch die gewollte Ausrottung der Lykaner auch an die Geschehnisse im Zweiten Weltkrieg. Die Handlung ist eine Mischung aus Endzeitkatastrophe und Werwolfgeschichte, in der ich mich gleich wohl gefühlt habe. Die Wortwahl und Schreibweise des Autors ist sehr anschaulich, flüssig und wortgewaltig. Allerdings muss man sich auch erst einmal an diese gewöhnen, denn sie ist sehr sprunghaft. Nimmt Handlungen vorweg, die im Präsens erzählt werden und springt dann in die Vergangenheitsform. Damit habe ich mich zugegebenermaßen etwas schwer getan.

Wer einen schwachen Magen hat sollte die Finger von dem Buch lassen, denn es gibt viele brutale Tode, es fließt viel Blut, einiges an Eingeweiden ist zu verdauen und wenn Magog eine Leiche schlachtet um ans Gehirn zu kommen, dann kann einem das schon mal den Appetit verderben.

Claire und Patrick verlieben sich, müssen sich trennen, schreiben sich schmachtende E-Mails und müssen doch erkennen, dass ihre Liebe keine Chance zu haben scheint. Sogar die romantischen Teile in diesem Roman hat der Autor gut herausgearbeitet und man fühlte sich damit nicht überfordert, sie passten gut in die Handlung. Vor allem Patrick stand mir irgendwie sehr nahe und hatte meine gesamte Sympathie. Claire blieb dabei etwas auf der Strecke, ihr Handeln war mir etwas fremd und ich habe auch nicht verstanden, warum sie als Einzige des Buches sich immer und zu allen Gelegenheiten so gut unter Kontrolle hatte, dass es nie zu einer Verwandlung kam.

Fazit: Werwölfe, Verschwörungen, Katastrophen und eine zarte Liebe, alles vereint in über 630 Seiten, die einem aber gar nicht so viel vorkommen.
 
 
 


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