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Akif Pirinçci

Göttergleich: Ein Felidae-Roman (8)


 
»Göttergleich: Ein Felidae-Roman (8)« von Akif Pirinçci


Besprochen von:
 
harakiri
Deine Wertung:
(3.5)

 
 
Eine Katze im Zeitentaumel

Nach einem Unfall läuft für den Kater Francis die Zeit stellenweise rückwärts
. Doch keiner glaubt ihm und so macht er sich allein auf die Suche nach der Ursache für dieses Phänomen. Dabei stößt er auf eine gewaltige Verschwörung. Immer wenns brenzlig wird an seiner Seite: der geheimnisvolle schwarze Kater Pi. Immer tiefer wird Francis in die Handlung verstrickt und bald wird er von allen gejagt. Darf es doch nicht sein, dass jemand weiß, dass die Zeit sich in die falsche Richtung dreht. Und nur einer kann diese Verschwörung beenden: Francis!


Ich weiß nicht in wie weit die bisher erschienen 7 Teile der Reihe um Francis den menschlichen Kater visionär sind, dieser Teil jedenfalls entführt den Leser in eine Welt in der alles möglich scheint. Kater sterben, nur um im selben Moment, durch die Umkehrung der Zeit, wieder zu leben. Eine Katze entschärft mal so eben eine Atombombe. Hier fand ich die Handlung deutlich überreizt und zu viel des Guten.
Dass es aber der 8. Teil einer Serie ist merkt man nicht. Man kann diesen Band auch ohne Weiteres ohne Vorkenntnisse aus den ersten Büchern lesen. Die Handlung ist vollkommen in sich abgeschlossen.

Stellenweise war ich etwas überfordert von der Handlung. Die Zeit als Phänomen in einem Roman ist nicht einfach zu begreifen. Dennoch hat mich der nette Kater gleich von der ersten Seite an fasziniert. Durch seine neugierige und pfiffige, manchmal auch sehr selbstironische Art, wächst er einem sofort ans Herz. Dabei merkt man nicht, dass die Handlung von einer Katze erzählt wird. Ganz oft „menschelt“ es nämlich. Auch dass ein Kater Google kennt, oder Kafka, ja auch zwei Freunde auf Facebook hat – das macht den Roman lesens- und liebenswert. Die beinah willkürlichen Seitenhiebe auf Steve Jobs und sein „I – Reich“ fand ich ein nettes Gimmick.

Das Ende kam dafür reichlich schnell und etwas überstürzt. Hier hätte ich mir noch ein paar Seiten mehr gewünscht um Francis wieder in den Pfoten seiner Familie zu sehen.

Fazit: nett zu lesender Katzenroman, der stellenweise aber auch ein gewisses Maß an Nachdenken erfordert. Im Anhang gibt es noch einige Erklärungen für Katzenfreunde.
 
 
 


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